Kategorien
Gedichte Geschriebenes

Kinderlachen

 Es trifft ohne Zensur, überraschend hell und klar
Es berührt, weckt Erinnerungen an unschuldigere Tage
Es streichelt die Seele, zeigt wahrhaftige Freiheit
Kristallklare Augen bereifen ihre Welt Tag für Tag
Kleine Hände greifen zu, ohne Angst zu kennen

[otw_is sidebar=otw-sidebar-1]

Kategorien
Gedichte Geschriebenes

In der S-Bahn

In der S-Bahn

Täglich fahr ich, täglich komm ich – fahr mit der S-Bahn.Sehe die Leute, die unscheinbare Maße – in der S-Bahn.
Seh in Gesichter, die Lächeln, Streiten, Stummen – in der S-Bahn.

Doch dann treff ich sie, ich begreif es wohl nie, ihre Augen machen mich verrückt – Ein Engel in der S-Bahn.

Was soll ich nur machen, ihr andren habt gut lachen: „Sprech sie halt an! Mach dich an sie ran, an den Engel in der S-Bahn.“

Doch das ist nicht meine Art, ich bin halt nicht so smart, bin eben auch nur irgendein Gesicht in ihrer Menge.

Ihre Augen so blau, erzählen nichts von Liebe noch vom Haß, strahlen nur wie auf der Suche nach einer Änderung der Dinge, meiner Sehnsucht gleich.

Minuten verrinnen, Schweißtröpfchen klingen, sie schaut auf, „Mensch Junge jetzt lauf!“,

…schau ich lieber schnell zum Fenster raus.

Doch nun muß ich gehen, noch ein Lächeln geschenkt, träum beim Aussteigen ihr Gesicht, „Was sie jetzt wohl denkt?“

Die Türen sich schließen, ich schau dem Zug nach, in der Nase eine Ahnung von ihr.

Doch morgen, so weiß ich, werd ich´s wirklich tun, da muß ich´s einfach machen, sonst kann ich nicht ruh´n.

Da sitzt sie, mein Engel mit leuchtblauem Blick, sie schaut, mir graut: „Ist sie wohl vergeben?“

Heut lächelt sie kaum, kann ich mich wohl trau’n? Heut doch lieber nicht, versuch ich´s halt morgen…

Und so fahr ich seit Tagen, aus Hamburg heraus, ich werd´s wohl nie wagen und dann wär es aus, werd sie nie erfahren, wer sie wirklich ist, ob sie nicht die Eine – die Meine?

Ende! … Ende…?

Kategorien
Gedichte Geschriebenes

Des Waldes Ruh

Des Waldes Ruh wollt ich genießen,

mit ihr an meiner Seit,

die Luft dort still in uns ergießen,

bis die Lunge gar befreit.

Doch in des Sommer´s Hitze,

die Waldesdüfte locken,

in unsren Augen schoßen Blitze,

nur ein Passant ließ uns noch stocken.

Wir spürten des Waldes Leben,

jed Ast, jed Baum, jed Tier,

wir spürten die Lenden beben,

sie weckte in uns die Gier.

Jetzt konnt uns nichts mehr halten,

wir gingen ab vom Pfad,

dort wo kein Passant sollt walten,

genossen wir des Waldes Saat.

Was dann dort drin geschah,

in des Waldes Glut,

war wirklich wunderbar,

mehr sollt´ ihr nicht erfahren, geratet ihr auch in Wut.

Doch lauscht dem stillen Walde,

er ist so stille nicht,

an einem warmen Sommertage,

so spürt ihr die Geschicht.

So lauscht mit eurem Lieben,

Eure Namen nicht euer Erlebnis mag behütet wohl,

im Waldeslicht dem Dämmrigen,

so schweigt er auch für euch, jawohl.

… bis ein weitres Paar die Stille bricht.

05.08.99 Kay Fiedler

 

Dieses Gedicht ist meinem Engel aus der S-Bahn gewidmet. Auch wenn dieses hier mit ihr nie geschehen wird, inspirierte sie mich zu diesem Gedicht. Meine Phantasie geht eben seine eigenen Wege, wenn man so im Wald auf Kathrin wartet, hihi. Schade eigentlich, daß sie einen Freund hat, aber was soll´s? Dank ihr bin ich frei, nur das zählt, eine neue Liebe zu finden ist der zweite Schritt.

[otw_is sidebar=otw-sidebar-1]