Sternenkollision-Remixe

Platz 24 schmerzt mich schon etwas, weshalb ich ein weiteres Mal in mich gehen muss um mir zu überlegen überhaupt noch an Remix-Contests teilzunehmen. Remixe sind zwar eine gute Grundlage auch ohne eigene Ideen seine technischen Möglichkeiten zu verbessern, aber auch sehr zeitaufwendig; wenn man im Ergebnis nur als „Letzter“ durch das Ziel humpelt. Es ist der vierte Remix-Anlauf in Folge aus dem ich als Schlusslicht hervorgehe. Diesmal rein quotentechnisch gesehen sogar doppelt.

Platz 25 für die „Live-Performance“ (im Video ab etwa Minute 48:00) war im Grunde klar, war ja auch eher als Gag produziert und hat seinen Sinn mehr als erreicht, dank der Videovorstellung. Ich habe zeitgleich mit René Tränen gelacht, als er den Song das erste Mal Live hörte und fast einen Salto rückwärts machte! DAS ist es, was mir keiner mehr nehmen kann. Selbst wenn man es im nachhinein auf den Wein schieben möchte. DAS war echt und mir persönlich wichtiger als eine Chartplazierung, ein 3 Wochen Booster, geschweige denn Spotify-Einnahmen.

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DAS ist es, woran ich mich, aber auch einige andere sich in 3 bis 10 Jahren zurückerinnern werden – vielleicht als den aller schlechtesten Sternenkollision-Beitrag schlechthin. Vielleicht als mit Abstand grausamste Gesangsstimme des Contests. Honeygirl Ela und der Rapper Marmor haben da wesentlich angenehmere Töne gesungen, ohne Frage. Dennoch ist es mein Jack Sparrow-Moment!

Ihr seid der wohl schlechteste Pirat von dem ich je gehört habe!“
„Aber!! ,,, Ihr HABT von mir gehört!“


Der Song war ausschließlich für René Lienke produziert und hätte nicht mal an die Jury weitergereicht werden müssen. Das Chris Kirchhoff ihn dennoch mit aufnahm und vorstellte, war Wunder 1. Wunder 2 war direkt die Art mit der Chris den Track einläutete; die vorsichtige Wortwahl mit leicht verdrehten Augen „interessanter Track“ verzögert gefolgt von „… auch meinen Spaß dabei gehabt!“

Aus Chris Mund kommt diese Äußerung, so vorsichtig und bedächtig er sie auch aussprach einer kleinen Adelung und Respekt gleich, obwohl er sich bislang eher als der Hardliner im Technobereich gibt. Irgendwie; und möglicherweise kann er das „Warum“ selbst nicht mit klaren Worten definieren, hat ihn der Titel doch irgendwie angefixt. Auch bei ihm ist etwas hängen geblieben! Mehr kann ich mir nicht wünschen!

Und dann setzte René einen oben drauf! Ein weiteres Mal analysierte er exakt den Grundgedanken hinter dem Track, als er fragte: „Man muss sich fragen… welche Band hat das als Aufwärmprobe, als Gesangsprobe vor dem Auftritt aufgenommen?“

Vielen Dank an Matthias Fellbrich (Xilukarim), ohne den die Liveatmosphäre technisch viel dünner ausgefallen wäre. Aber das was René raushörte, war zu 100% mein Bild vor Augen. Eine Band spielt sich ein…

Und ganz ehrlich, Freunde. Hätte ich Zeit, Muße und Können gehabt, den Song wie Bon Jovi TM oder Scorpions TM klingen zu lassen… Er hätte trotz eines perfekten Eindrucks unter unseren EDM-Freunden nur wenig Freunde gefunden. Für mich gibt es vier klare Favoriten neben dem Original. Allen voran Ela mit ihrer Countryversion; die Rapversion und die orchestrale Umsetzung liegen bei mir weit im Kurs und ich hoffe auf die vorderen Plätze für die drei. Aber ich befürchte, dass eine umfassende EDM Fangemeinde eher EDM-Songs nach vorne gevotet hat.

Versteht das bitte nicht als negative Kritik an eurem EDM-Können, euren Produktionen, dem EQ-Balanceing, dem perfekten Mixing. Ginge es hier um einen Rock, Country, Rap, oder Schlagerwettbewerb unter den Augen von zig Vertretern des jeweiligen Genres würden alle EDM-Tracks durchfallen. Das ist normal und menschlich. Das Ohr hört halt gerne, was es gerne hört.

Aber für mich als… nennen wir es mal „EBM-Punk“ sind nur jene Tracks interessant, die nach Jahren wieder mit der Erinnerung an eine geile Zeit auf dem Plattenteller liegen und bei denen ich nicht lange überlegen muss, wer der Verursacher des „Mixes“ ist.

Die einfache Formel dahinter lautet nicht Perfektion, sondern Wiedererkennungswert. Bei Gruppen wie The Clash, Pogues, Madness und Depeche Mode hätte nie jemand nach deren Perfektion gefragt. Sie hatten schlicht keine, sondern nur Spaß und Ideen! Aber jeder kennt heute ihre Songs.

Ein „Nathan Evans Wellerman“, der nicht mal die Vorderseite seiner Gitarre bemüht und nur auf deren Rückseite taktiert ist für diese These der beste Beweis. WIR machen die Hits nicht, die Hits werden da draußen gemacht, von den Hörern. Und unser einziges Ansinnen ist es, von diesen gefunden und gehört zu werden und mit unserem „Schnappi“, „IOIO“ einen Fußabdruck nach dem anderen zu hinterlassen.

Und genau in dieser Erkenntnis gründet sich mein Gottvertrauen einfach zu Veröffentlichen. Die Wahrscheinlichkeit bei der Jugend U20 einen viralen Hit zu landen liegt viele Nullen hinter dem Komma. Die haben ihre eigene Musik und ihre eigenen Stars, bei denen ein Ü50 Newcomer eher selten auftaucht. Darauf zu setzen, meine Songs erst zu perfektionieren, um sie dann rauszubringen ist ein löblicher Gedanke. Wann bin ich denn perfekt genug? In 5 Monaten? In 10 Jahren? Nie? Müssen mir mein jetzigen Spotifys morgen peinlich sein?

Natürlich höre ich heute alte Songs von mir mit der Gewissheit, heute würde ich viel schönere Fehler einbauen als damals. Denn im Grunde meines musikalischen Herzens bin ich schräg. War ich immer und werde ich im Ergebnis immer sein, selbst wenn ich mit Matthias Hilfe mal ein Cover einwerfe. Es muss etwas Schräges an sich haben, sonst bin das nicht ich!

Die Cover der letzten Zeit sind für mich wie das Verkleiden zu Halloween, die andere Seite; das Monster das lächelnd hinter der eigentlichen Maske feixt. Deshalb beneide ich durchaus Künstler wie etwa „Alex singt trotzdem“, weil er immer er ist; brachial, unschön, hart und direkt mit seinem unverwechselbaren Sound! Unsere Cover sind definitiv nichts „Eigenes“ und dienen Matthias und mir eigentlich nur dabei unsere Fertigkeiten zu verbessern. Und die Cover dienen etwas, was in dem gesamten Prozess bislang unerwähnt blieb… dem Spaß, dem Freizeitvergnügen.

Dennoch kann ich für meine/unsere Eigenproduktionen meine Zielgruppe, meinen EINEN Fan auf dieser Welt auch nur dann finden, wenn ich mich IHM präsentiere! Also muss ich den Weg gehen, nur um diesen EINEN Fan , meinen musikalischen Seelenverwandten zu finden. Meine Uhr tickt…

So weiß ich nicht, wann meine Augen wieder mal eine längere Pause brauchen, weil ich trotz 42″-Monitor meine DAW nicht mehr erkenne, weil Doppelbilder und Unschärfe jegliches Lesen unmöglich machen und ich oft über Tage nichts Kreatives machen kann, wenn auch noch die Migräne zuschlägt, mir mein Puls wie eine Basedrum im Auge pulsiert. Dann die Tage, an denen der Tinnitus seinen Tribut fordert. Die hohen Frequenzen sind seit über 30 Jahren weg, daran kann ich nichts ändern. Aber dann sind da eben jene Tage, an denen ein dumpfes rhythmischen Pochen im Ohr einer im Hintergrund laufenden Waschmaschine mit Unwucht mir zu verstehen geben… heute ist kein guter Tag für die DAW oder Kopfhörer im Allgemeinen.

So habe ich bereits zig Operationen an beiden Augen und Ohren hinter mir und wie es derzeit aussieht auch nicht meine Letzten. Ich bin seit 2012 offiziell in Rente und gehe alle meine Projekte, neben meiner Leidenschaft zur Musik auch der Fotografie als auch gelegentlich mal die Pflege dieser und zwei weiterer Websites nach; brauche dafür aber immer sehr sehr viel mehr Zeit als andere.

Das ist mit ein Grund, weshalb ich mich nicht für Lünestudio Charts anstelle und froh bin, wenn ich in einer der Genrelisten lande. Mir reicht der Arbeitsaufwand 1-3x täglich die STATS zu posten und ggf. die Spotify-Playlists am Laufen zu halten, wenn ich in den STATS einen Abbruch feststelle.

Das das jetzt seit Monaten besser und nahezu ohne Pause funktioniert habe ich ebenfalls nur Renés Anleitung zu dem Thema zu verdanken. Ich war seinerzeit drauf und dran das Streaming aufzugeben. Um so schwieriger ist es jetzt für mich gezielt Listen anzustoßen und direkt nach Ablauf an die STATS zu denken. Das würde Zeitmanagement erfordern und auch wenn ich als Rentner mehr Freizeit als der Durchschnitt habe…. ich habe selten Zeit für Termine, müsste ich mir für solche Listen einen Wecker stellen, um im Anschluss nicht das normale Streaming nicht wieder zu vergessen oder die STATS abzurufen.

Wenn ich in den MonatsSTATS sehe, dass René mit weitem Abstand am meisten durch mich gestreamt wird, dann ist das durchaus gerecht. Denn ohne ihn hätte ich vermutlich nur wenige Hörer, hätte längst nicht so viele Facebookanfragen, oder Schützenhilfen und Anmerkungen bei Soundproblemen in meinen/unseren Produktionen. Gemäß dem Aufwand müsste Chris Kirk an zweiter Streamingstelle stehen, aber da will ich als Ausgleich mich gerne mit einer Spende beteiligen, so wie ich auch schon bei der CD-Aktion weit mehr bestellt habe als ich eigentlich gebraucht hätte.

Ich bin immer wieder erstaunt wie aktiv sich (Hobby-)Künstler in den Musikergruppen um facebook herum hervortun, was für Aktionen sie ins Leben rufen und das alles neben ihrem eigentlichen Beruf. Ich bestaune deren Energie, weiß aber auch, dass ich derlei SELBST nicht zustande bringen würde. Allein der Aufwand die manche für ihre Eigenwerbung aufbringen, dass man nahezu täglich etwas von ihnen liest. Wahnsinn!

Wenn ich mich heute hinsetze und mit Erschrecken feststelle, dass es bereits Nachmittag ist und ich heute morgen nach der Gassirunde mit dem Text hier angefangen habe, dann sind das jetzt 5h, die ich auch locker in andere kreative Prozesse hätte stecken können. Und wozu? Damit ein oder zwei aus meiner Freundschaftsliste sich die Zeit nehmen die ersten drei Absätze zu lesen und vielleicht die letzten Zeilen…


Ich liebäugel weder mit den Charts bei René noch mit Erfolg durch die Boosterliste, geschweige denn in die DANCECHARTS.DE zu rutschen. Die Afterburner-Liste der Boostergruppe läuft bei mir nur deshalb mit durch, weil einfach viele liebenswerte musikalische Menschen da mitmachen, die ich genauso mit unterstützen möchte, wie René es für mich mit seinen Listen macht. Ich habe noch nicht einen einzigen Titel für die Booster angemeldet. Wir helfen einander, gibt es auch mal Zoff! Zoff ist für mich als HSP-ler immer etwas besonders Heikles, weil ich mir eine Ausgeglichenheit unter den „Meinen“ wünsche und meine Antennen schon mal nervös zucken, wenn jemand Frust oder Aggro ablässt.

Ich weiß, sollte einer bis hierhin gelesen haben… es war anstrengend zu lesen, noch mehr es zu Schreiben. Dennoch denke ich, dass ich mal ein Statement zu Produktion und Erfolgsgier schreiben sollte, meine Motivation aus Liebe zur Musik, der Liebe zum täglichen ErLeben, aber auch meinen Hindernissen.

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