{"id":342,"date":"2001-02-01T16:25:57","date_gmt":"2001-02-01T16:25:57","guid":{"rendered":"http:\/\/yakreldeif.wordpress.com\/?p=342"},"modified":"2015-04-20T16:14:39","modified_gmt":"2015-04-20T14:14:39","slug":"die-glitzerlichtung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yakobo.de\/?p=342","title":{"rendered":"Die Glitzerlichtung"},"content":{"rendered":"<h1><b>Die Glitzerlichtung <\/b><\/h1>\n<h3><b>(joyclub-Edition<\/b><b> 2011)<\/b><\/h3>\n<p style=\"text-align:justify;\">Seit \u00fcber einem Viertelhundert streife ich durch die W\u00e4lder, ern\u00e4hre mich von dem was die Natur f\u00fcr mich bereit h\u00e4lt. Von Zeit zu Zeit verweile ich an einem Ort und versuche mich in Sesshaftigkeit, nur mit der Erkenntnis, dass es da nichts gab, was mich auf Dauer halten konnte. Oft wurde ich schon auf der Pirsch selbst von Wildtieren angegriffen und verletzt. Ein solcher Angriff schw\u00e4chte mich zuletzt so weit, als dass ich fortan nur noch als einfacher Farmer von Frucht und Korn leben wollte. Die Wunden heilten nur schwerlich aber das Korn gedieh und verlangte meine volle Aufmerksamkeit f\u00fcr Zucht und Pflege.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Doch vor wenigen Tagen fand ich beim Holzsammeln einen Ast, wie geschaffen f\u00fcr einen neuen Bogen. Ich nahm ihn mit zu meiner Lagerstatt und bearbeitete ihn. Es war mit Sicherheit der sch\u00f6nste Bogen, den ich in meiner Sch\u00fctzenlaufbahn je gefertigt hatte. Mein Herz schlug wieder schneller und ich stellte mir schnell noch einen einzelnen Pfeil her, denn mehr Zeit hatte ich nicht mehr. Mein altes Jagdfieber lie\u00df den Schmerz der permanent aufplatzenden Wunde fast vergessen. Ich dachte an das deftige Fleisch eines Hasen oder eines Keilers und der Pfeil fertigte sich wie von selbst. So bemerkte ich nicht einmal, dass der Tag sich bereits verabschiedete.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Ich legte mein Farmergewand ab und zog meine leichte J\u00e4gerkluft an. Mit ihr konnte ich dem Brett schnell im Dickicht folgen und das Leder sch\u00fctzte mich im Lauf vor Dornen und Witterung. So bestieg ich den Weg zum Wald.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Als ich dem Wald n\u00e4her kam, h\u00f6rte ich bereits das Leben, das in ihm spr\u00fchte. Dunkle B\u00e4sse wummerten in meinem Kopf und lie\u00dfen Angst aber auch Verlangen in mir aufsteigen. Ich bahnte mir einen Weg durch die schwarzen Baummassen. Der L\u00e4rm um mich wurde immer lauter und Ohrenbet\u00e4ubender. Ich schlug mir meinen Weg bis zur Waldsch\u00e4nke. Ich schulterte meinen bis dahin schussbereiten Bogen und bestellte wenig sp\u00e4ter einen Humpen eiskalter Hopfenschale, dass sich k\u00fchlend in meine Kehle ergoss.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Auf einem Hocker sitzend beobachtete ich einen Teil des Waldes. Die bisweilen leblos und einfach nur schwarz wirkenden B\u00e4ume schienen sich zu bewegen. Ja, der ganze Wald schien mit einem Male zu leben. Lag dies an dem Ges\u00f6ff?<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Ich l\u00f6hnte der durchaus nicht h\u00e4sslichen Schankmaid die Zeche und wendete mich wieder dem Wald zu. Einige B\u00e4ume schritten beiseite und gaben einen Weg zu einem Ort frei, der von Lichtern \u00fcberflutet schien. Der Bogen glitt wie eine Verl\u00e4ngerung meines Armes von der Schulter in meine Hand, der Pfeil war eingelegt, ohne dass ich noch dr\u00fcber nachdenken brauchte. Auf dieser Lichtung w\u00fcrde ich mein Wild finden und erlegen, soviel war sicher.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Die letzten Meter schlich ich, um keine Aufmerksamkeit zu erregen. Der wummernde Rhythmus in meinem Kopf wurde mit jedem Schritt st\u00e4rker. Die Lichtung schien das Zentrum des Waldes zu sein. Dort schl\u00e4ngelten sie sich, bogen sich in den blinkenden und blitzenden Lichtern des Himmels.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Dort tummelten sich s\u00e4mtliche Tierkreiszeichen und jeder Baum der in die Lichtung trat wandelte sich ebenfalls zu einem von ihnen. Ich hatte schon lange keine Glitzerlichtung mehr betreten und die Angst lie\u00df mein Blut schneller und schneller pulsieren. Dort sah ich einen Wassermann, dort eine Krebsfrau. Eine viel zu aufgetakelte Steinbockfrau l\u00e4chelte mir zu und mein Sch\u00fctzengem\u00fct bedankte sich schelmisch mit einem freundlichen Zwinkern. Mit der Zeit verlor ich die \u00dcbersicht und genoss nun endlich wieder das Bad in der Menge. Ich gab mich dem Rhythmus hin und wog mich ebenfalls im Takt, w\u00e4hrend ich meinen Bogen langsam sinken lie\u00df.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">W\u00e4re ich doch nur ein wenig aufmerksamer gewesen, denn das gef\u00e4hrlichste aller Tierkreiszeichen sprang in die Lichtung und schlich sich im Schutze der Wiegenden in meine N\u00e4he. Viel zu sp\u00e4t bemerkte ich die geschmeidigen Bewegungen, den alles beherrschenden Blick, als dass ich den Bogen noch h\u00e4tte hochrei\u00dfen k\u00f6nnen, um mich vor der L\u00f6win zu sch\u00fctzen. Meine sonst auch nicht langsamen Reflexe versagten v\u00f6llig und meine Arme blieben unten, w\u00e4hrend ich in die wundersch\u00f6nen Augen der L\u00f6win schaute.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Ich erwartete jeden Moment ihren Ansatz zum Sprung, aber anstatt mich anzugreifen umtanzte sie mich, ohne mich aus ihrem glasklaren Blick zu entlassen. Es war ein gef\u00e4hrliches Spiel. Es war ein Spiel, welches ich in der Vergangenheit schon so oft verloren habe. Ich erinnerte mich pl\u00f6tzlich an meine Wunden und wollte wiederum den Bogen zum Schuss hochziehen, denn ich wusste dass ich hier hoffnungslos unterlegen war. Ich wollte nicht schon wieder verletzt werden. Ich bin ein Sch\u00fctze, ein J\u00e4ger der wohl den meisten Tieren gewachsen ist, aber wann immer ich auf der Pirsch einer L\u00f6win begegnete, unterlag ich.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Die letzte L\u00f6win riss mir mit einem Biss in mein Herz, obgleich ich versuchte ihre \u00e4u\u00dferen und inneren Verletzungen gesund zu pflegen und ihr genug Zeit zu lassen zahmer zu werden. Nach ihrer R\u00fcckkehr in die Wildheit blieb mir nichts \u00fcbrig als mich in Schmerzen in die Fremde zu fl\u00fcchten, ehe sie mich ganz t\u00f6ten konnte. Fortan wollte ich also nicht so schnell wieder auf die Jagd und nun dies.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">W\u00e4hrend diese Bilder in sekundenschnelle noch einmal an mir vorbeizogen \u00fcberstrahlte das L\u00e4cheln dieser L\u00f6win pl\u00f6tzlich s\u00e4mtliche anderen Gedanken. Ich war mir meiner Vergangenheit zwar klar bewusst, aber ich war wieder einmal bereit mich auf ein neues Spiel einzulassen. Vielleicht sei diese L\u00f6win endlich die L\u00f6win meines Lebens?<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Da war pl\u00f6tzlich niemand mehr auf der Lichtung. All die anderen wandelten sich wieder zu unscheinbaren B\u00e4umen, obgleich sie sich weiter auf der Lichtung bewegten. Aber meinem Gef\u00fchl nach tanzten sie viel langsamer zu einer ganz anderen Musik. Die L\u00f6win spielte weiterhin mit mir. Je l\u00e4nger ich sie beobachtete umso bewusster erinnerte ich mich daran ihr schon vor Jahren einmal bei der Jagd begegnet zu sein.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Auch damals hatte ich, angeblich f\u00fcr Sch\u00fctzen untypisch, nur einen Pfeil bei mir. Als sie mir begegnete ahnte ich die L\u00f6win in ihr nicht, obgleich ich es h\u00e4tte wissen m\u00fcssen, wie ihr Blick mich damals schon fesselte und romantische Gef\u00fchle in mir weckte. Damals legte ich mit meinem Pfeil auf sie an, muss sie aber verfehlt haben, denn sie sprang in weitem Zickzack in den Wald zur\u00fcck und ich sah sie lange Zeit nicht wieder.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Zu jener Zeit fehlte mir der Mut einen zweiten Pfeil f\u00fcr sie zu fertigen und es noch einmal zu versuchen, da ich glaubte bereits zuviel gewagt zu haben und ich mich sonst nur l\u00e4cherlich machen w\u00fcrde, wenn sie doch nichts f\u00fcr mich empfinden w\u00fcrde. Also zog auch ich mich aus dem Revier der L\u00f6win zur\u00fcck. Ja, so war das damals, ich erinnere mich gut daran, denn ich wartete innerlich noch l\u00e4nger auf eine Reaktion.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Doch jetzt war sie hier und ihr L\u00e4cheln war frischer, sch\u00f6ner und herrlicher, als alles, an das ich mich erinnern kann. Sie lie\u00df mich in ihre wundervollen Augen fallen und fing mich mit einem einfachen L\u00e4cheln wieder auf, genau wie damals. Ich schaute auf ihre geschmeidigen Tanzbewegungen, ihren K\u00f6rper, ihre Haare. Aber so sehr ich auch schaute, ich konnte nirgends meine alte Pfeilspitze entdecken, keine Narbe, keinen anderen Makel an ihr.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Woher kam sie nur pl\u00f6tzlich, wenn ich sie tats\u00e4chlich verfehlt hatte? H\u00e4tte ich die Narbe gefunden, h\u00e4tte sie sie mir jetzt gezeigt, ich w\u00e4re auf sie zugegangen und h\u00e4tte mich mutig in den aussichtslosen Ringkampf mit der Wildkatze eingelassen. Einer solchen Frau begegnet man mit Sicherheit nicht allzu oft im Leben und f\u00fcr nur einen dieser Blicke h\u00e4tte ich ihr sofort einen Antrag machen m\u00fcssen, aber meinte sie wirklich mich?<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Wir drehten uns weiter um uns und der Sound des Barden Gigi D\u00b4Agostino, dessen Kl\u00e4nge ich heute zum ersten Mal h\u00f6rte, wurde mit diesem Augenblick da wir uns be\u00e4ugten unsterblich in meinem Herzen. Aber was bedeutete dieser unglaubliche Blick nun f\u00fcr mich? Sollte er nur unsere Freundschaft best\u00e4tigen? Sollte mich dieser Blick tats\u00e4chlich verf\u00fchren? Oder sollte dieser Blick einfach nur zu ihrer freundlichen Natur geh\u00f6ren? Sollte er vielleicht gar nichts bedeuten?<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Nein! Noch nie sah ich einen solchen Glanz in den Augen, ohne dass da ein ehrliches Gef\u00fchl hinter steckte. Warum wagte sie den Sprung nicht, um mich niederzustrecken? Warum konnte ich den Bogen nicht hochrei\u00dfen und sie erlegen? Wer wartete hier auf wen? Bislang konnte ich mich auf die Sprache der Augen anderer Menschen immer verlassen, selbst wenn ihre M\u00fcnder etwas v\u00f6llig anderes aussagten, aber dieser Blick ist mir mein gr\u00f6\u00dftes R\u00e4tsel seit Langem. Wer ist sie, die Frau hinter diesen Augen?<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Schon damals fragte ich mich, wie ein Kuss dieser Frau wohl schmecken mag, wie sie wohl riecht, wie eine feste Freundschaft mit ihr wohl sein w\u00fcrde, wie sie wohl nach einer langen Nacht l\u00e4chelnd mit zerzausten Haaren aussieht, wie wohl unser erster richtiger Streit aussieht und wie unsere Vers\u00f6hnung danach. Ich wei\u00df nicht, ob ich die Antwort darauf je finden werde, ob ich diese Frau erfahren darf. Vielleicht wagt auch sie den Sprung nur deshalb nicht, da sie Angst hat, dass ich die davonstreunende L\u00f6win meiner Vergangenheit zu sehr vermisse.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Dabei habe ich selbst viel mehr Angst davor, wieder durch eine L\u00f6win so schwer verletzt zu werden, als wieder an die unheilbare Streunerin zu verfallen. Davor br\u00e4uchte sie keine Angst zu haben. Ich denke sogar, dass mir meine guten und schlechten Erfahrungen mit jener Streunerin, jetzt da diese sch\u00f6ne, gesunde und starke L\u00f6win vor mir steht, nur helfen kann schwierige Situationen besser zu meistern und unsere Beziehung zu einer ewigen Liebe zusammenzuschwei\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Immer mehr sehe ich ihr in die Augen und genie\u00dfe das Gef\u00fchl der Vertrautheit zwischen unseren Blicken. Immer noch hat sie den Sprung nicht gewagt, dabei ist es an ihr sich mir zu offenbaren und mir zu zeigen ob ihr Blick mehr bedeutet. Ich m\u00f6chte ihr so gerne meine Welt zeigen und hoffen, dass meine und ihre Welt zusammenwachsen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Ay meine L\u00f6win, Du bist stark umworben, wo Du auch auftauchst. Ich kann den Pfeil nicht auf Dich anlegen, solange ich unsicher bin. Aber wenn ich mich jetzt nicht entscheide, Dir zu sagen was ich m\u00f6chte, dann werde ich Dein Herz wohl nie f\u00fcr mich gewinnen k\u00f6nnen. Also hebe ich langsam und behutsam den Schussarm, bilde eine gerade Linie zwischen Pfeil und Deinem Herzen und spanne den Bogen durch. Die Sehne schneidet sich leicht in meine Finger. Die Sehne schnellt durch den Bogen und der Pfeil schie\u00dft durch die Luft.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Was jetzt passieren wird, dass wei\u00df ich nicht. Habe ich diesmal richtig gezielt? Wird der eine Pfeil reichen um Dich zu erreichen, um wenigstens auf mich aufmerksam zu machen?<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Ich registriere das Anspannen Deiner Muskeln\u2026<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Ay, meine L\u00f6win, spiel Dein Spiel mit mir, zeig mir wie ernst Dir das Spiel ist. Zerkratz mir meinen R\u00fccken, raufe mit mir und gib mir immer wieder das Gef\u00fchl eine Chance bei dem Kampf zu haben. Leg Dich wie eine Katze auf den R\u00fccken und geb Dich besiegt, nur um pl\u00f6tzlich wieder aufzuspringen und mir mit einer Deiner Pfoten eine Kopfnuss zu verpassen und mich anzufauchen.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Deine L\u00e4ufe senken sich zum Absprung\u2026<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Sei liebevoll und hart, z\u00e4nkisch und temperamentvoll, genie\u00dfe mit mir den Sonnenuntergang und das Meer und tanz mit mir die Nacht durch bis wir am n\u00e4chsten Morgen nur noch Tod&#8230; -m\u00fcde ins Bett fallen und schlafen ehe wir auch nur Gutnacht sagen k\u00f6nnen, lass uns n\u00e4chtelang durchquatschen oder einfach nur beieinander sein und einander unseren Herzschlag genie\u00dfen.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Lache \u00fcber meinen Humor und hasse meine Marotten. Sei meine Muse, dass ich noch viel mehr schreiben kann, meine Inspiration die mir die Kraft und Energie verleiht, die ich zum Leben und Schreiben brauche. Ja, vielleicht trage ich viel zu dick auf, aber ich f\u00fchle was ich schreibe und ich schreibe, was ich f\u00fchle. Ich bin sicher kein Heiliger aber auch kein \u00fcberm\u00e4\u00dfiges Arschloch, vielleicht eher ein Spinner \u2013 aber ein lieber Spinner.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Spring auf mich zu, meine L\u00f6win! Satz\u2026<\/p>\n<h1 style=\"text-align:justify;\">EPILOG<\/h1>\n<p style=\"text-align:justify;\">So stand er da, der Sch\u00fctze in seinem zerschlissenen durchgeschwitzten Jagdgewand. Die inzwischen pl\u00f6tzlich aufgegangene Sonne blendete ihn, dass er nicht sehen konnte, ob sein Pfeil sein Ziel erreicht hatte. Die L\u00f6win war noch da, dass konnte er h\u00f6ren. Doch? Kam sie auf ihn zu, oder entfernte sie sich von der Lichtung?<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">W\u00e4hrenddessen kam eine Bewirtung vorbei und forderte die letzten G\u00e4ste an der Theke zum Gehen auf. Die letzte Musik verstummte und der DJ bedankte sich noch einmal f\u00fcr den Abend und forderte auch den Sch\u00fctzen auf, der sich erst langsam an die hellen Lichter der Scheinwerfer gew\u00f6hnte.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Der Sch\u00fctze stand immer noch auf der Tanzfl\u00e4che und versuchte sich gedankenverloren an die letzten Minuten zu erinnern, seit der Pfeil die Sehne verlie\u00df und es jetzt so hell wurde. Die L\u00f6win hatte sich ihren Mantel schon umgelegt und hielt ihm seine Jacke hin, legte ihren Kopf schief auf die Schulter, dass ihr ein paar Haare vor die Augen fielen. \u201eKay? Kommst Du?\u201c, fragte ihre Stimme mit einem L\u00e4cheln, \u201ehier wird geschlossen!\u201c. Kay nahm seine Jacke und erwachte erst jetzt so richtig aus seiner Tr\u00e4umerei. Er erkannte die Diskothek, die Leere die hier herrschte, sein verschwitzes T-Shirt und die wundersch\u00f6nen Augen seiner Begleiterin.<\/p>\n<p style=\"text-align:justify;\">Den ganzen Weg die Treppe hinunter bis zum Auto, stellte er sich die Frage, was denn nun passiert sei. War da ein Kuss, oder war es nur seine Fantasie, die ihn dies Tr\u00e4umen lie\u00df?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Glitzerlichtung (joyclub-Edition 2011) Seit \u00fcber einem Viertelhundert streife ich durch die W\u00e4lder, ern\u00e4hre mich von dem was die Natur f\u00fcr mich bereit h\u00e4lt. Von Zeit zu Zeit verweile ich an einem Ort und versuche mich in Sesshaftigkeit, nur mit der Erkenntnis, dass es da nichts gab, was mich auf Dauer halten konnte. 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