{"id":324,"date":"2004-01-05T14:46:21","date_gmt":"2004-01-05T14:46:21","guid":{"rendered":"http:\/\/yakreldeif.wordpress.com\/?p=324"},"modified":"2015-04-20T15:10:13","modified_gmt":"2015-04-20T13:10:13","slug":"das-ungeschriebene-titellose-buch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/yakobo.de\/?p=324","title":{"rendered":"Das ungeschriebene titellose Buch"},"content":{"rendered":"<h2>Vorwort zu dem<\/h2>\n<h1>ungeschriebenen titellosen Buch<\/h1>\n<p>Die Grundgedanken sind gereift, dass f\u00fcr und wieder f\u00fcr den Stoff abgew\u00e4gt. Soll ich die Geschichte wirklich zu Papier bringen? Wird es mich ver\u00e4ndern, oder die Sicht derer die um mich sind? Ist es wirklich gesund, sich aus der bislang von mir geschriebenen Zauberwelt auf das tiefe psychische Denken eines Massenm\u00f6rders herablassen, wie er wirklich existieren k\u00f6nnte? W\u00fcrde es auch andere Menschen interessieren, oder reichen einem die Schlagzeilen und das Wissen, selbst jederzeit in Sicherheit zu sein, in seiner selbst geschaffenen Schutzh\u00fclle? Die Idee zu der Geschichte war einmal mehr einer der einschl\u00e4gigen Thriller, in denen man den Helden der Geschichte auf Tritt und Schritt verfolgt und dieser immer mehr das kranke Muster in den Morden seines Gegenspielers erkennt. Zu mehr reicht es der Fantasie der Schreiber nicht? Sie gehen immer von einem gezielten Muster aus. Warum begleitet man nicht den M\u00f6rder, versucht seine durchaus kranke Natur zu zeigen? Ist das Angst vor den eigenen Abgr\u00fcnden? Sicher identifiziert man sich lieber mit dem am Ende siegreichen Helden, als mit der kranken Seele. Doch eines vermeiden alle Schreiber, sie erz\u00e4hlen von der Krankheit, von der bildlichen Kaltbl\u00fctigkeit, aber sie versuchen nie zu zeigen wie so ein Leben angefangen haben k\u00f6nnte und wie viel eines solchen Menschen in jedem von uns stecken k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Als Saubermensch darf kein falsches Gedankengut vorkommen, da wird jeder Wutausbruch in den Medien als monstr\u00f6se Tat eines Geisteskranken dargestellt. Uns wird nur rei\u00dferrisch pr\u00e4sentiert, was wir alle sehen wollen, nur damit unser eigenes Kartenhaus nicht einst\u00fcrzt. Doch was mu\u00df einem Menschen treiben, bis er sich der m\u00f6glichen Folgen bewusst, doch zum Messer greift? Diese Hintergr\u00fcnde werden nie durchleuchtet, man sieht nur das Resultat und die Bestie. Die Moral h\u00e4lt uns zur\u00fcck, einem solchem Beispiel zu folgen und das ist grunds\u00e4tzlich auch gut so. Aber noch sicherer w\u00e4re es, sich dar\u00fcber bewusst zu sein, dass ein kleiner M\u00f6rder in jedem von uns steckt und das hier nicht nur die Leiche ihr Leben f\u00fcr immer verloren hat. Auch der M\u00f6rder zerst\u00f6rt sein Leben, ohne R\u00fccksicht auf die Folgen, ohne R\u00fccksicht auf Stand in der Gesellschaft, oder seine bisherige Einstellung gegen\u00fcber Gewalttaten. Wie viel Verzweiflung oder wie viel Macht ist n\u00f6tig, um einen Menschen so weit zu bringen?<\/p>\n<p>Ein anderer Aspekt, den ich mir vor dem Schreiben stellte, war die Frage nach dem Leser. Wer wird das Buch lesen? Von Profilern erwarte ich schon, dass sie sich dieses Vorwortes aus beruflichen Gr\u00fcnden bewusst sind, sonst h\u00e4tten sie in ihrer Laufbahn sicher noch keinen Fall gel\u00f6st. Sie werden hier aber vermutlich nur Dinge lesen, die sie nachvollziehen k\u00f6nnen, sofern es mir geling einen halbwegs glaubhaften Antihelden zu schaffen. Die kirchlich involvierten k\u00f6nnten einen weiteren Schritt Richtung H\u00f6lle erkennen wollen, w\u00e4hrend die dunkle Szene das Buch als blutr\u00fcnstige Mordbibel umherschleppt. Beide Seiten h\u00e4tten dann verloren, da sie nach wie vor in ihren schwarz-wei\u00dfen Strukturen feststecken und wieder nur lesen, was sie lesen wollen. Das Verst\u00e4ndnis liegt zwischen den Zeilen, denn der M\u00f6rder ist weder Heiliger, noch Abgesandter des Satans. Er ist trotz aller Zerst\u00f6rung ein Mensch der liebt und leidet. Dies sind nicht die Leser um die ich mir Sorgen mache. Sie werden es lieben, hassen oder ignorieren. Meine Gedanken schweiften mehr um die noch unbefleckten Heranwachsenden.<\/p>\n<p>Ich schreibe f\u00fcr gew\u00f6hnlich gerne kleine Geschichten, die mehr an M\u00e4rchen erinnern, denn an die grausame Realit\u00e4t. Es ist und war mir immer wichtig, meine Welt in einem spielerischen Umgang zu sehen und zu zeigen. Doch dann wurde mir ein etwas anderer Umstand unserer Umwelt umso bewusster. Wir haben die Kontrolle \u00fcber die Dinge unserer J\u00fcngsten l\u00e4ngst an die Medien und das Internet verloren. Sie sind schutzlos den Talkshows ausgeliefert und glauben dass die wirkliche Welt gespiegelt wird. Immer mehr Gewalt wird gezeigt und auch mangels Verst\u00e4ndnis ausge\u00fcbt, ohne das man als Elternteil etwas dagegen unternehmen k\u00f6nnte. Die Medien beugen sich den Einschaltquoten und produzieren flei\u00dfig weiter. Der gerade in Deutschland praktizierte Jugendschutz sch\u00fctzt mehr die Eltern, als die Kinder. Wenn Kinder mir gegen\u00fcber von blutigen Metzelspielen und Filmen berichten und sich am Ende noch mukieren, man h\u00e4tte zu wenig Blut gesehen, oder zuviel Gelaber statt Gesplatter gehabt, dann kann hier etwas nicht stimmen. W\u00e4hrend die Eltern gen\u00fcgsam die f\u00fcr den deutschen Markt entsch\u00e4rften Fassungen spielen und schauen, tauschen die Kleinen im Hintergrund flei\u00dfig die AB18-Fassungen. Der Reiz des Verbotenen ist dabei nur zus\u00e4tzlicher Antrieb, schlie\u00dflich sch\u00fcrt es die innere Auflehnung gegen die Welt der Erwachsenen. Die Eltern k\u00f6nnen froh sein, wenn die Kleinen im Ausgleich ihren Teddy knuddeln und noch Respekt und Reue zeigen, wenn sie wissen dass sie eine Grenze \u00fcberschritten haben.<\/p>\n<p>Wir alle waren zu unserer Zeit rebellisch gegen Gesetz und Erwachsene, jede Generation hat ihre Helden und ihre Musik, aber noch nie zuvor war Gewalt ein so fester und allt\u00e4glicher Bestandteil, einer im Grunde als \u201eFriedenszeit\u201c zu bezeichnenden \u00c4ra, wie heute. Schon immer hatte die \u00e4ltere Generation Vorbehalte gegen die j\u00fcngere, aber noch nie war soviel Angst damit verbunden. Soll ich mich der Wegschaumentalit\u00e4t anschlie\u00dfen und dieses Buch ungeschrieben lassen? Soll ich mir ins Gewissen reden lassen, weil ein Kind dieses Buch lesen k\u00f6nnte. Jedes Kind, dass die H\u00e4nde von der Fernbedienung l\u00e4sst, um \u00fcberhaupt freiwillig ein Buch zu lesen steht einen Schritt h\u00f6her in der Evolution als der medienberieselte Rest. Und wenn das Kind nach diesem Buch besagte Spiele, Filme und Nachrichten objektiver beurteilen kann als zuvor, ist dass mit Sicherheit nicht sch\u00e4dlich.<\/p>\n<p>Dieses Buch ist vielmehr an all jene gerichtet, die merken, dass in unserer Gesellschaft etwas nicht stimmt, aber sich nicht die Zeit lassen, nach dem \u201ewarum\u201c zu fragen.<\/p>\n<p>Nicht das man mich falsch versteht, Mord in jeglichem Ausma\u00df, von Selbst- bis zu Massenmord ist keine L\u00f6sung irgendeines Problems. Es ist vielmehr der Anfang eines Problems. Doch das Volk braucht einen S\u00fcndenbock. Sind wir uns eigentlich bewusst, wie sehr Hitler der \u201eeinzige wahre Nazi\u201c war? Hatte er nicht wie alle anderen Diktatoren Familie und Liebende um sich, liebte und litt er nicht auch wie alle anderen Menschen auch? Es ist einfach ihn im Nachhinein als die Bestie darzustellen, wenn wir uns alle dadurch nur ein wenig gereifter und gel\u00e4uterter vorkommen. Wie sicher k\u00f6nnen wir sein, nicht wieder einem Blender zu folgen? Wie bewusst w\u00e4re es dem Blender, dass er eben nur ein solcher ist? Wie bewusst k\u00f6nnen wir akzeptieren, dass wir alle stramm stehen w\u00fcrden und den inzwischen Alters gestorbenen Hitler als Volkshelden feiern w\u00fcrden, h\u00e4tte \u201esein\u201c Plan der Welteroberung Erfolg gehabt? Die Sichtweise und das Ergebnis von Erfolg oder Niederlage ist es, die den eigentlichen Unterschied ausmacht. Nur weil unterschiedliche Menschen die gleichen Dinge tun, sind sie noch lange nicht gleich, wenn man es nur durch gekonnte Propaganda steuert.<\/p>\n<p>Die Medien schaffen Helden und S\u00fcnder. Die Kritiker dieses Buches k\u00f6nnen noch so wettern, wenn die Presse diese Kritiken nur ausgiebig publiziert. Ich hoffe, ich habe Sie jetzt nicht dabei ertappt, wie Sie der breiten Masse gefolgt sind. Aber seien Sie doch mal ehrlich zu sich: Ist das menschliche Verhalten nicht tierisch krankhaft?<\/p>\n<p>Hektor von Dounani<\/p>\n<h1>Die Kladde:<\/h1>\n<p>Ein zu Anfang nahezu unsichtbarer Mann verfolgt eine Frau nach dem Diskobesuch bis zu ihrer Wohnung. Er verschafft sich gewaltsam Einlass und \u00fcberw\u00e4ltigt die Frau. W\u00e4hrend der Mann sich \u00fcber sein Opfer hermacht f\u00e4llt sein Augenmerk auf ein Bildnis an der Wand, worauf er melancholischer wirkt. Die ver\u00e4ngstigte Frau nutzt ihre Chance, um sich f\u00fcr einen Moment zu befreien und dem Mann einen Messerstich zu versetzen. Nachdem der Mann wieder die Oberhand erlangt hat und sein Opfer gefesselt vor ihm sitzt, blutet seine Wunde immer st\u00e4rker. Schlie\u00dflich sitzen Opfer und T\u00e4ter beieinander und er erz\u00e4hlt von seinem zerst\u00f6rten Leben. Dabei erz\u00e4hlt er von einer soweit intakten Jugend und seiner Familie, den Betrug seiner Frau, seinen ersten Morden, den Medien und schlie\u00dflich in Detail weitere Morde, geplante wie zuf\u00e4llige, immer auf der Suche nach dem letzten Kick, den er nach dem Mord an seiner Frau nie wieder gesp\u00fcrt hat. Er erz\u00e4hlt von seinen Versuchen der Polizei absichtlich ein Muster zu pr\u00e4sentieren und sich in den Medien feiern zu lassen, w\u00e4hrend er unz\u00e4hlige andere Morde begehen konnte, ohne dass es eine einzige Meldung dar\u00fcber gab.<\/p>\n<p>Er beging Morde in verschiedensten Milieus, erst Prostituierte, dann zwei Schwule, einem Rechtsradikalen, aber auch einem Prominenten, der Versuch an einem Politiker, aber auch Morde an einem Jungen, einer Teenagerin und alten Menschen. Morde mit und ohne Motiv. Doch von mal zu mal lie\u00df der Nervenkitzel nach, ein Mord glich dem anderen und am Ende wei\u00df man nicht einmal mehr den Namen oder die Haarfarbe seiner Opfer. Er erweiterte immer mehr die Methoden die Leichen verschwinden zu lassen und lie\u00df keinen Abgrund aus.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich m\u00fcndet die Erz\u00e4hlung in diesen Abend und er erz\u00e4hlt wie er ihr folgte ohne wirklichen Plan, einfach weil er hoffte, sie h\u00e4tte wonach er suchte. Inder tat sp\u00fcre er jetzt etwas, was er lange vermisste. Er scheint eine andere Idee zu verfolgen und bindet die Frau los. Schlie\u00dflich dreht er ihr den R\u00fccken zu, als aus der Ferne Sirenen zu h\u00f6ren sind. Die Frau nutzt den Moment um noch mehrmals mit dem Messer zuzustechen, welches scheinbar achtlos neben ihr lag. Er dreht sich um und entrei\u00dft ihr das Messer. Als er sie gewaltsam in die Arme nimmt, bedankt er sich f\u00fcr den Schmerz, den sie ihm bereitet hat. Als die Polizei die T\u00fcr eintritt sackt der Mann aus ihrer Umarmung. Bei der sp\u00e4teren Identifizierung ergibt sich, dass es sich bei dem M\u00f6rder um ihren Bruder handelte. Nicht umsonst erinnerte ihn das Wandbild an seine Mutter.<\/p>\n<p>Kapitelaufteilung<\/p>\n<p>Ein verh\u00e4ngnisvoller Diskobesuch<\/p>\n<p>Das Bildnis der Mutter<\/p>\n<p>Die Jugend und die Ehe des M\u00f6rders, Moralvorstellungen, der Betrug<\/p>\n<p>Der erste Mord an Frau und Kindern, gescheiterter Selbstmord, Die Verhandlung, die Medienschlacht<\/p>\n<p>Die Bew\u00e4hrung, die Hure, das bekannte Gef\u00fchl, die unbewusste Mordlust, das zweite Opfer<\/p>\n<p>Keine Presse, nichts<\/p>\n<p>Der erste bewusste Mord, Suche nach Opfer in Disko, gestylte Teenagerin in Wohnung, Liebe und Gest\u00e4ndnis, Leiche im Wald, Medien und Gleichnisse mit anderen Morden, Witz<\/p>\n<p>Das Fundament, Gelegenheit und die zweite Hure, Gelegenheit macht noch ein paar Leichen<\/p>\n<p>Die verschm\u00e4hte Vampirella<\/p>\n<p>Die Kidies und Freddie-TV, Erinnerungen an den Sohn, ein unbewusster Mord, das brennende Haus der Selbstm\u00f6rder. Medien dank der anderen Kinder auf hei\u00dfer Spur. L\u00e4cherliches Phantombild<\/p>\n<p>Falsche Besinnung auf Moral, Planung Mord an Schwulem, Schwerer Schwul zu sein,als gedacht, Tuntiger Fehlschlag, Normalo-Erfolg, Parf\u00fcmierter Fisch in Pl\u00fcschwohnung, Gefallen nach erstem Ekel, angewiderter Schlussstrich! Angeblicher Milieumord<\/p>\n<p>Von wegen schwul, die gen\u00fcsslich erw\u00fcrgte Studentin im Auto<\/p>\n<p>Oma und Opas letzter Tanz<\/p>\n<p>Spuren am Fundort, wieder mal Flucht in eine andere Stadt<\/p>\n<p>Eine Woche unter Skinheads, Der M\u00f6rder und das Weichei, Mutter findet Sohn bei offenem Fenster erdolcht. Wieder mal eine neue Stadt ein neues Phantombild eine neue Theorie.<\/p>\n<p>Gezielte Suche nach biographierotem Medienjungstar, gezielte Plazierung und Dekorierung der Leiche, Mit 19 was vom harten Leben erz\u00e4hlen wollen. Die Polizei sucht energischer als bislang, kommt ihm dabei sogar n\u00e4her.<\/p>\n<p>Morde unter Palmen Meer und Strand, spanische Freiheit.<\/p>\n<p>Weniger Tote mehr Liebe, Die Leiche im Eisschrank, Interpol, zur\u00fcck nach Deutschland<\/p>\n<p>Der Kanzler kommt, die Planung, die Erkenntnis, eine Banane von vielen, untertauchen<\/p>\n<p>Ein weiterer Kneipenbesuch, eine weitere Leiche, Ekel &#8211; Salz und Pfeffer, wieder mal keine Medien.<\/p>\n<p>Vermisste Kinder, nicht mehr nicht weniger. Statistische Betrachtung. Wieder mal ein Diskobesuch. Die Frau mit dem gewissen etwas, &#8211; Verfolgung bis ins hier und jetzt.<\/p>\n<p>Philosophische Betrachtung: Das Volk braucht seine M\u00f6rder, noch mal R\u00fcckblende auf die Anf\u00e4nge, L\u00f6sung der Fesseln und die gespielte Unachtsamkeit beim N\u00e4herr\u00fccken der Polizei. T\u00f6dliche Stiche, Umarmung und Zusammensacken.<\/p>\n<p>Epilog: die Schwester des M\u00f6rders<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorwort zu dem ungeschriebenen titellosen Buch Die Grundgedanken sind gereift, dass f\u00fcr und wieder f\u00fcr den Stoff abgew\u00e4gt. Soll ich die Geschichte wirklich zu Papier bringen? Wird es mich ver\u00e4ndern, oder die Sicht derer die um mich sind? 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